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Tel.:+43 (0) 3862/31137
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Die geplante Reiseroute sollte nach Dresden, in die Sächsische Schweiz, Berlin, Bremen, zu den Ostfriesischen Inseln nach Wangerooge, Aachen und nach Rothenburg ob der Tauber führen.
Teilgenommen haben heuer vier Flugzeuge. Mit der clubeigenen DA20 OE-AKS flogen Georg Windbacher und Helmut Fehnböck, mit der Kitfox OE-CRN Eva und Reinhold Schinagl und mit der Kitfox D-ERLP Martin Krenn. Mit der MCR 01 F-PSHR flogen Willi Lesser und Reinhold Sachan.

Als Abflugtag hatten wir Donnerstag den 18 Mai festgelegt. Ein Frühstart war an diesem Tag leider durch die feuchte Luft, es hatte am Vortag noch sehr stark geregnet, nicht möglich. Das Flugzeug von Reinhold Schinagl ist seit einiger Zeit in Wr. Neustadt, am Flugplatz LOXN stationiert. Deshalb wollten wir uns zu Mittag in Vilshofen treffen. Vilshofen ist ein angenehmer Platz mit einem guten Restaurant. Nach einem tiefen Abflug durch das Palten – Liesingtal über Trieben wurde das Wetter nach dem Phyrnpass rasch besser und die Wolkenuntergrenze immer höher, sodass wir Vilshofen kurz nach 12 Uhr erreichten. Die Schinagl’s hatten wegen dem starken Wind und dem unsicheren Wetter am Vormittag den Abflug verschoben und sind am späten Nachmittag, gleich über die Tschechei, zu unserem heutigen Tageszielflugplatz südlich von Chemnitz nachgekommen.
Ursprünglich wollten wir Pirna, südlich von Dresden, als unseren ersten Ausgangsflugplatz für die nächsten Tage nehmen. Durch das lange Pfingstwochenende war jedoch dort kein Quartier mehr zu bekommen. Martin telefonierte mit einigen Bekannten in Deutschland und organisierte uns in der Nähe vom Flugplatz Jahnsdorf (Chemnitz) ein Quartier.
Am nächsten Tag flogen wir von dort aus einen Tagesausflug nach Pirna. Von hier aus gelangten wir mit der Bahn rasch nach Dresden, einer sehr schönen Stadt. Martin , Georg und Helmut sind etwas später nachgekommen, denn bei Martin’s Kitfox hatte sich eine Benzinleitung aufgelöst und die DA-20
hatte zu wenig Treibstoff, um den Flug nach Pirna durchführen zu können.

die bei Martin’s Kitfox die Benzinleitung reparierte und auch das Flugbenzin für die DA-20 zur Verfügung stellte.
Dresden ist eine sehr schöne Stadt mit sehr vielen Museen und wiederhergestellten, historischen Bauten. Am Abend flogen wir wieder gemeinsam zu unserem Quartier in der Nähe von Chemnitz. Am nächsten Tag waren wir getrennt unterwegs. Die Schinagl’s flogen wieder nach Pirna und besuchten nochmals Dresden, um sich noch einige Museen anzusehen. Der Rest der Gruppe flog über Schöneberg mit einem Tankstopp nach Berlin- Tempelhof.
 
Am Flugplatz Schöneberg wollten wir einen Flugplan für Berlin aufgeben. Zu unserem Erstaunen erfuhren wir, dass wir für diesen Flug keinen Flugplan benötigen. Wir mussten uns nur rechtzeitig vor den angegebenen Meldepunkten beim Tower in Berlin Tempelhof melden. So flogen wir in 1800 ft über den Meldepunkten problemlos bis in die Mitte Berlins, zum berühmten Flugplatz Tempelhof. Nach dem Erledigen der Bürokratie fuhren wir mit einem Taxi zum Brandenburger Tor. Nach einer kurzen Besichtigung dieses Bauwerkes machten wir eine Stadtrundfahrt mit einem offenen Citybus. Bei dieser Rundfahrt erfuhren wir die wichtigsten Dinge über die Stadt Berlin und seine Bauten. Als wir am späteren Nachmittag wieder am Flughafen Tempelhof waren und alle Formalitäten und Zahlungen, 72 Euro, erledigt hatten, ging es zu unseren Flugzeugen. Leider musste, ich feststellen, dass ich bei meinem Flugzeug F-PSHR am Hauptfahrwerk einen Platten hatte. Mit einem Dichtungsspray, welchen wir immer mithaben, wollte ich diesen Schaden beheben. Doch noch vor dem Rollweg waren wir wieder auf der Felge unterwegs. Wir mussten unser Rollen abbrechen und unser Flugzeug am Vorfeld abstellen. Sofort war der Flugsicherheitschef hier und hatte mein Flugzeug gesperrt. Ich musste zwei Papiere unterschreiben , dass ich weder Rollen noch Starten darf. Ich sollte eine Werft beauftragen, die mir diesen Schaden behebt und einen Wart finden, der mir die Flugtauglichkeit meines Flugzeuges bestätigt, bevor ich wieder fliegen durfte. Ein kleiner Schock für mich und meinen Copiloten. Es war Sonntag Abend und daher besonders schwer jemanden zu finden. Um mich ein wenig abzureagieren begann ich einfach einmal die Radverkleidung abzumontieren. Wilfried hatte per Telefon herausgefunden, dass es im Hangar 8, ganz in der Nähe unseres Standortes eine kleine Werkstätte mit Werkzeug gibt. Kurz entschlossen, montierte ich selbst das Rad ab. Klebezeug hatte ich selbst mit und so konnten wir den Schlauch rasch reparieren. Auch konnten wir einen großen Kübel mit Wasser finden, um unser repariertes Rad zu prüfen. Nach kurzer Zeit hatte ich den reparierten Reifen wieder montiert. Der nun diensthabende Sicherheitschef war sehr freundlich und hatte nach einer Besichtigung meines Fahrwerkes das Startverbot wieder aufgehoben. In der Zwischenzeit war es jedoch bereits 20 Uhr 45 geworden. Um 21 Uhr 03 war Sunset. Der Flugsicherheitschef erklärte mir, dass die Lande und Parkgebühr ohnehin 24 Stunden gilt und daher entschlossen wir uns, diese Nacht in Berlin zu bleiben. Am nächsten Morgen traten wir den Flug sehr früh an und waren bereits vor unseren Freunden am Flugplatz in Pirna. Am Montag machten wir wieder gemeinsam mit einem gemieteten Kleinbus einen Ausflug in die schöne Umgebung dieser Stadt. Wir besuchten das Schloss Pillnitz an der Elbe, und die Burg Stolpen, ein riesiges Bauwerk. Sie steht auf einem ehemaligen Vulkan mit interessanten Basaltsteinen. Danach fuhren wir auf die Bastei.
Von dort aus gibt es einen herrlichen Blick in die Sächsische Schweiz.
Am Abend fuhren wir noch am Flugplatz vorbei, um unsere Flugzeuge wieder voll aufzutanken. Da es hier keine feste Tankstelle gibt, mussten wir dies mit Kübeln, welche von einem Fass gefüllt wurden, machen. Am folgenden Tag machte unser Unterkunftgeber mit uns eine Spezialführung durch die Altstadt. Wir besichtigten die Kirche von Pirna mit dem Turm, Dachgestühl, Türmerwohnung und hatten einen wunderbaren Ausblick über die ganze Stadt. Am Nachmittag fuhren wir zum romantischen, sehenswerten Städtchen Bautzen mit seinen vielen interessanten Bauten .In der 1. Bautzner Senfmanufaktur, ein uriges Geschäft mit einem Lokal, stärkten wir uns mit Senfspezialitäten.
 
Am 6. Tag flogen wir Nordost bis Ganderkesee, ganz in der Nähe von Bremen. Dort waren wir schon am frühen Nachmittag, wodurch wir noch am selben Tag Bremen besuchen konnten. Rasch besorgten wir uns einen Stadtplan mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die Innenstadt war nicht sehr groß, so dass wir sie zu Fuß besichtigen konnten. Am 7. Tag flogen wir über die Insel Borkum, entlang der Ostfriesischen Inseln und landeten auf der Insel Wangerooge. Auf dieser Insel gibt es keine benzinbetriebenen Autos und Motorräder. Die Hotels benützen Elektroautos! Nach der Besichtigung des alten Leuchtturms, der jetzt ein Museum ist, genossen wir in einem bekannten Fischlokal den guten Nordseefisch. Nach dieser Stärkung machten wir noch einen gemütlichen Spaziergang entlang des Strandes. Zum Baden war uns das Wasser noch zu kalt. Quer über diese Insel fährt auch eine Eisenbahn. Am späten Nachmittag flogen wir noch zum berühmten Leuchtturm Roter Sand nordöstlich vor Wangerooge, dann über Bremerhafen zurück nach Ganderkesee.
Am Abend entschlossen wir uns, durch das rasche Herankommen einer starken Kaltfront, unseren geplanten Flug nach Aachen nicht durchzuführen, sondern gleich Kurs auf Bayern zu nehmen. Daher erledigten wir noch am selben Abend alle finanziellen Angelegenheiten. Die Flugzeuge wurden startklar gemacht, damit wir am nächsten Tag in aller Früh keine Verzögerungen für einen Frühstart haben. Der 8. Tag. Schon beim Frühstück ging der erste Schauer nieder. Durch die Flugwetterberatung wussten wir, dass es etwas südlicher noch gutes Flugwetter gibt.  

Als Wilfried und ich in unser Flugzeug stiegen, regnete es bereits wieder. Da sich hier im Norden das Wetter nicht mehr bessern würde, entschlossen wir uns so rasch als möglich zu starten. Vollgas, den Flieger lange am Boden halten und mit hoher Geschwindigkeit abheben. Es ging alles wie geplant. Im Tiefflug ging es Richtung Bayern. Nach einer Flugzeit von ca. 40 Minuten war jedoch die Wolkenbasis so tief, dass wir gezwungen waren unsere Flugroute nach Westen zu verlegen. Nach einer kurzen Unsicherheit, stellte sich heraus, dass dies die richtige Entscheidung war, da das Wetter ab Bielefeld besser wurde und wir unseren alten Kurs nach Rothenburg ob der Tauber wieder aufnehmen konnten. Nach einem Tankstopp und einer kleinen Stärkung , beschlossen Wilfried und ich, aufgrund der Wettersituation in Österreich, noch am selben Tag nach Hause zu fliegen. . Der Flug erfolgte über Straubing, über den Phyrnpass, Trieben nach Kapfenberg. Am Schoberpass standen bereits die ersten Gewitterwolken, in den Niederen Tauern und beim Zeiritzkampel. Doch kurz danach schien bereits wieder die Sonne und wir konnten bei gutem Wetter in Kapfenberg am späten Nachmittag landen. Der Rest der Gruppe verbrachte noch einen schönen Nachmittag und Abend in der schönen Stadt Rothenburg. Am Morgen des 9. Tages trat der Rest der Gruppe, bei bestem Flugwetter, den Heimflug an. Am Vortag ist mit der starken Kaltfront in Berlin ein gewaltiges Unwetter nieder gegangen, es wurde sogar der Notstand ausgerufen. Unser rascher Nachhauseflug war nicht ganz ohne Grund gewesen. Alle Teilnehmer genossen diesen Fliegerausflug mit sehr vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen und wir denken bereits wieder an einen weiteren Ausflug im nächsten Jahr.
Mit besten Fliegergrüßen

Reinhold SACHAN

Angeflogen sind wir die Flugplätze:

  • Vilshofen EDMV
  • Chemnitz EDCJ
  • Pirna EDAR
  • Schönhagen EDAZ
  • Berlin Tempelhof EDDI
  • Ganderkesee EDWQ
  • Wangerooge EDWG
  • Rothenburg o.d.T. EDFR
  • Kapfenberg LOGK
  • Wr. Neustadt LOXN

Die Gesamtflugzeit dieser Flugreise:
Für meine MCR 01 16 Std.

 
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