Bei der Planung waren wir uns dieses Jahr nicht ganz einig. Doch nach einer kurzen Rücksprache mit unseren Frauen war das Reiseziel fixiert. Sardinien hat schöne Strände und auch für uns Piloten einiges zu bieten. Leider hatten wir heuer etwas Terminschwierigkeiten. Eva und Reinhold Schinagl flogen bereits zu Wochenbeginn vom Flugplatz LOXN mit ihrer Kitfox ab.
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Georg Windbacher und Helmut Fenböck mit der DA20, Hilde und Reinhold Sachan mit unserer MCR 01 flogen erst am Mittwoch von LOGK nach. Zu Wochenbeginn war das Flugwetter sehr gut. Die erste Zwischenlandung mit Tankstopp und Übernachtung erfolgte in der Nähe von Udine auf dem UL- Platz UD 11-6. Am nächsten Tag ging der Flug über die Sichtflugstrecke entlang der Küste vorbei an Venedig, Bologna über den nördlichen Apennin, Florenz zum nächsten Tankstopp und einer Pause zum UL Patz GRO2-8, kurz vor dem verlassen des Festlandes. Nach diesem Zwischenstopp ging es weiter über Elba zum längeren Flug über das Mittelmeer nach Korsika.
Die Kitfox schnurrte brav weiter entlang der Ostküste von Korsika bis zu unserem Stützpunkt auf Sardinien, den an der Nordostküste gelegenem Flugplatz NUO2-5 San Teodoro. Eva und Reinhold besorgten für uns Nachkommenden gleich ein Zimmer in einem in der Nähe gelegenen Hotel. Wir, die Katana DA20 und die MCR 01 flogen am Mittwoch, bei etwas schwierigeren Wetterbedingungen, die gleiche Strecke bis zum ersten Tankstopp zum Flugplatz Ozzano Emilia, südöstlich von Bologna. sssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssssss |   | | Nach einer kleinen Stärkung, flogen wir gleich weiter über der Apennin, Florenz, Elba, Korsika bis zu unserem Stützpunkflugplatz. San Teodoro auf Sardinien. Bei unserer Ankunft waren Eva und Reinhold als Empfangskomitee bereits am Platz anwesend. Den Abend verbrachten wir in einem gemütlichen Lokal, um unsere Erlebnisse auszutauschen. Mit zwei kleinen Mietautos machten wir am nächsten Tag einen Ausflug zu einer der schönsten Badebuchten dieser Insel. Nach einem erholsamen Badetag besuchten wir noch einige schöne Aussichtsplätze im Nordosten dieser Insel. Nach diesem geruhsamen Tag planten wir für morgen einen Flug zur Südspitze auf Sardinien. Der Flugplatz wurde erst um 10 Uhr Lokalzeit geöffnet. Wir flogen entlang der Ostküste bis zum Flugplatz LIET Tortoli .Von hier aus mussten wir ins Landesinnere ausweichen, denn ein militärisches Sperrgebiet ist hier bis 18 Uhr aktiv.Entlang der Kontrollzone flogen wir bis zum großen Stausee im Landesinneren. So, lernten wir auch die gebirgige menschenleere Landschaft dieser Insel kennen.Vom Stausee aus flogen wir wieder entlang eines markanten Tales entlang bis zur Küste. Der große, aber in der gleichmäßig braunen Landschaft liegende Flugplatz CAO9-8 Castiadas, war nicht ganz leicht zu finden. Doch alle drei Flugzeuge erreichten ihr Ziel. Ein Mietauto brachte uns zu einem fast menschenleeren kilometerlangen schönen Strand. Wir genossen den Strand, das Meer war hier um einiges wärmer als im Norden.Am Abend, nach 18 Uhr konnten wir die Küste entlang fliegen, denn die militärische Sperrzone war nun aufgehoben. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, in der ruhigen Abendstimmung diese schöne Küste entlang zu fliegen. |  |  | | An einigen Stellen sind bereits an der steilen Küste Nebelschwaden aufgestiegen. Von weitem sah es aus, als würde der Felsen brennen. Mit den letzten Sonnenstrahlen erreichten wir unseren Flugplatz. Es wurden noch die Flugzeuge aufgetankt und für den Abflug vorbereitet. Wir wollten nicht zu spät abfliegen. Einen Tag nutzten wir noch um mit den Leihautos die Insel zu erkunden.Wir besuchten die große Schauhöhlengrotte Di ISPINGOLI, mit dem zweithöchsten bekannten Tropfstein der Welt.Der größte soll in Mexiko stehen. Danach fuhren wir über eine serbendienensreiche Strasse zur blauen Grotte. Leider wurde uns die Zeit zu kurz, um mit dem Boot die blaue Grotte zu besuchen. So entschlossen wir uns die Ausgrabungen von Sera Orrios in einem nahe gelegenen Tal zu besichtigen.Bei dieser Fahrt lernten wir die Landschaft vom Boden aus kennen. Auf dieser Fahrt kamen wir an einem riesigen Marmor- Travertin Steinbruch vorbei. Mit diesem Landausflug ging unsere Sardinienreise langsam zu Ende. Am Tag der Abreise war die Wettervorhersage nicht besonders gut.Wir entschieden uns trotzdem zu starten. Doch im Süden von Korsika zwang uns eine Gewitterfront den nächsten Flughafen so rasch als möglich anzufliegen. Bei strömenden Regen landeten wir in LFKF Figari. Als der Regen etwas weniger wurde stiegen wir aus unseren Flugzeugen, um uns über die genaue Wettersituation zu informieren.Am Nachmittag sollte es an der Westküste der Insel besser werden. Wir gaben einen neuen Flugplan auf und wollten am Nachmittag weiterfliegen.Zu unserem Schreck ließ sich die Kitfox nicht mehr starten. Alle Versuche den Motor zum Laufen zu bringen, scheiterten. Der Starter wollte einfach nicht mehr.Reinhold versuchte sofort einen neuen Starter zu organisieren. Es wurde ihm zugesichert, Express einen neuen Starter zu senden. Wir, der Rest der Gruppe konnte leider nicht helfen und so entschlossen wir uns, die Heimreise allein fortzusetzen.Das Wetter hatte sich wirklich gebessert, so flogen wir entlang der Westküste bis nach Norden Korsikas.Ab nun ging es wieder über das Meer Richtung Elba bis zu unserem heutigen Tagesziel Ozzano Emilia. Ein freundlicher Flugplatzangestellter besorgte uns rasch eine günstige Unterkunft. Auf diesem Flugplatz war heute sehr viel Betrieb.Durch die ganzen Turbulenzen in Korsika hatten wir vergessen unsere ursprünglich aufgegebenen Flugpläne zu stornieren, so wurden wir hier schon gesucht. Zum Glück konnten wir ein Telefongespräch mithören und den Fall rasch aufklären. Am nächsten Tag flogen wir bei bestem Wetter ab, doch bereits im Kanaltal wurde das Wetter immer schlechter.Es gelang uns trotzdem, gut und sicher in Kapfenberg am frühen Vormittag zu landen. Für uns Vier ging ein erlebnisreicher, schöner Sardinenflug mit einigen Anspannungen glücklich zu Ende. Reinhold und Eva mussten noch einige Tage in Südkorsika verbringen. Der versprochene Starter ist erst am Donnerstag angekommen.So nützten die beiden die Zeit, die schöne Steilküste und einige andere besonders schöne Küsten zu besuchen. Wäre das Leben auf Korsika nicht so teuer und der Urlaub bereits verbraucht, könnte man es hier sicher länger aushalten. Am Samstag ist dann auch die Kitfox bei sehr schwierigen Wetterbedingungen sicher und gut in LOXW gelandet. Hätte es an diesem Tag nicht geklappt, wären die nächsten drei Tage ein nach Hause fliegen unmöglich gewesen. Für die kurze Zeit, die wir für diese Flugreise geplant hatten, war es ein sehr gut gelungener und erlebnisreicher Flug.
Mit freundlichen Fliegergrüßen Reinhold Sachan.
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